10 Dinge, die ich zu guter Letzt noch loswerden muss… Thematisch völlig ungeordnet…

  1. Essen: Erinnert mich sehr an das Essen in Ecuador, viel Reis (wieder zu fast jeder Mahlzeit), viel Fleisch (meistens relativ zäh). Ich habe mich in Zentralamerika hauptsächlich von den tollen Obstsorten (von denen es die meisten bei uns nicht gibt) und dem Saft derselben ernährt. Das wird mir bestimmt fehlen…
  2. Gewalt und Waffen: Ich hatte ja neulich recht viel über die Waffen in Honduras geschrieben. Da fällt mir ein, was mir in Ecuador schon aufgefallen ist, nämlich die völlig andersartige Einstellung zu dargestellter Gewalt. Auf einer der diversen Busfahrten, die ich in Ecuador unternommen habe, wurde während der (sicher ca. fünf Stunden dauernden) Fahrt ein Film gezeigt, der in Deutschland unter Garantie erst ab 18 Jahren freigegeben wäre. Im Bus saßen aber natürlich auch Familien mit kleinen Kindern. Und alle haben hingeschaut (außer mir, ich kann so etwas ja nach wie vor nicht sehen) und fanden das normal.
  3. Anderer Lebensrhythmus: Wieder eine Sache, die mir schon in Ecuador aufgefallen ist… Man lebt hier mehr im Einklang mit der Natur: Niemals würde ich in Deutschland schon bei Sonnenaufgang topfit sein, NIEMALS! In Honduras war das für mich ganz normal – allerdings wurde ich auch regelmäßig am Abend entsprechend früh müde. Aber ist das nicht viel natürlicher als dieses künstliche lange Wachsein wie in Berlin (wobei Berlin da sicher besonders extrem ist)?
  4. Watch your step… Denn: Überall im Boden gibt es hier Versenkungen, die teilweise auch mehrere Meter tief sein können. Man nennt diese Löcher im Boden auch liebevoll „Gringo Trap“… Photo folgt…
  5. Ich habe das Gefühl, dass es in Mittelamerika tausendmal mehr Apotheken gibt als Lebensmittelläden… Zumindest war das mein Eindruck… 😉
  6. Es gibt hier viele Jungen mit arabischen Vornamen, was oftmals auf ihre Großeltern zurückzuführen ist, die ursprünglich aus dem Nahen Osten stammen. Ein ähnliches Phänomen gibt es ja auch in Kolumbien, wo viele Leute libanesische Vorfahren haben.
  7. Umweltbewusstsein: Ist hier eher noch nicht wirklich ausgeprägt – Plastikflaschen werden beispielsweise einfach aus dem fahrenden Bus geworfen. Öffentliche Mülltonnen gibt es allerdings auch kaum. Löbliche Ausnahmen: Utila (dort steht alle 2 m eine Mülltonne) sowie San Miguel in El Salvador.
  8. HIV: Wenn ich die Zahlen richtig in Erinnerung habe, dann führt Honduras unangefochten, was die Anzahl der HIV-Positiven bzw. AIDS-Infizierten in Lateinamerika angeht.
  9. Ökonomie vs. Ökologie: Das alte Problem… Eigentlich ist ein Entwicklungsland wie Honduras darauf angewiesen, seine natürlichen Ressourcen möglichst gewinnbringend zu nutzen. Aber was bedeutet das beispielweise für die ökologisch sehr sensible Region La Moskitia, unter deren Oberfläche der Großteil der vier bis fünf Milliarden Tonnen Öl schlummert, die man in Honduras vermutet?
  10. Unglaublich nette und hilfsbereite Menschen in allen drei Ländern, in denen ich unterwegs war! Manchmal bedurfte es eines kleinen Lächelns, aber dann war meistens das Eis gebrochen.

Ich hoffe, Ihr hattet ein bisschen Spaß mit meiner kleinen Berichterstattung! Wahrscheinlich fällt mir nach und nach noch mehr ein, was man hätte schreiben können – eben die Kleinigkeiten am Rande. Aber die erzähle ich auch gerne so in Berlin.

Freue mich über Feedback jeglicher Natur per Mail!

P.S.: Ich hatte gerade meine erste heiße/warme Dusche seit vier Wochen – und das sogar mit einem anständigen Wasserdruck! Die letzten Wochen gab es überall nur kaltes Wasser, was aber angesichts der Außentemperaturen sehr gelegen kam und immer eine nette Erfrischung war… Hier in Tegus jedoch  ist es ein bisschen kühler als im Rest des Landes.

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