Wahre Probleme

Dass Honduras als Entwicklungsland und  als ein Staat mit einer großen Diskrepanz zwischen Arm und Reich jede Menge Probleme zu bewältigen hat, versteht sich von selbst.

Zwei in meinen Augen sehr problematische Themen, die zwar nicht die große Politik betreffen, sondern die ihren Ursprung im Kleinen, nämlich der Familie, haben, aber durchaus auch wieder für eine Rückkopplung auf die honduranische Gesellschaft als solche sorgen, möchte ich Euch kurz beschreiben.

So gibt es in Honduras das Phänomen der Eltern, die ihre Kinder bei den Großeltern abliefern und dann das Land in Richtung USA verlassen. Würden sie die Kinder nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung und des Ankommens zu sich  in die USA holen, so wäre ja alles durchaus verständlich. Nur leider passiert dies in den seltensten Fällen. Die Eltern bauen sich in den USA ein neues Leben auf, bekommen weitere Kinder und scheinen ihre Kinder in Honduras schlichtweg zu vergessen. Ich vermag nicht zu beurteilen oder gar zu werten, welche Intention dahinter steckt, aber ich kann mir lebhaft vorstellen, wie sich die verlassenen Kinder fühlen. Und was dies wiederum für die honduranische Gesellschaft bedeuten mag, darüber möchte ich lieber gar nicht erst nachdenken.

Das zweite Problem, das ich Euch erläutern möchte, betrifft die Ernährung. So fällt hier immer wieder auf, dass schon sehr kleine Kinder geradezu abhängig von Softdrinks sind, insbesondere von koffeinhaltigen. Teilweise führt dieses hier im Land immer wieder zu  schweren Erkrankungen. In Extremfällen erhalten schon die Kleinsten der Kleinen derartige Getränke im Fläschchen.

Wie gesagt, ich kann und will nicht urteilen, möchte auch nicht mit erhobenen Zeigefinger kommen und alles besser wissen. Darum geht es mir überhaupt nicht. Es sind einfach nur zwei Aspekte, die hier gehäuft auftreten und die Konsequenzen der Armut in diesem Land darstellen.

An der kolumbianischen Karibikküste war die dort allgegenwärtige (Kinder-)Prostitution im negativen Sinne frappant, hier sind es oben genannte Punkte.

All diese Beobachtungen zeigen mir einmal mehr auf, wie gut es uns in Deutschland doch eigentlich geht. Wir wissen gar nicht zu schätzen, was wir haben. Trotz Bankenkrise… Beim Reisen relativiert sich vieles wieder…

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Eine Antwort zu Wahre Probleme

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